Interview mit Arne Tempel von echt-leben.com

[youtube id=“QZNSQKfqEVs“ parameters=“autohide=1 autoplay=0 controls=1 hd=1 rel=0 showinfo=0 fs=1″]
Arne Tempel ist Gründer von echt-leben.com. Dort schreibt er darüber, was Dich wirklich glücklich macht und wie Du die emotionalen Tiefs und Herausforderungen deines Lebens überwinden kannst.

Viel Spass beim Lesen!

 

1. Wer bist Du, und was machst Du?

Ich bin jemand, der auf den Namen Arne Tempel hört und seinen Teil dazu beitragen möchte, die Menschen glücklicher zu machen, die sich dieses Glück am meisten wünschen.

Hauptsächlich beziehe ich mich dabei auf Menschen, die an Depressionen leiden und keine Lust mehr darauf haben, mit oberflächlichen Tipps und Antidepressiva abgespeist zu werden.

Neben dieser Arbeit ist die Musik meine Geliebte.

 

2. Wer warst Du damals, bevor Du gemacht hast, was Du heute machst?

Da gibt es zwei Stufen. Ganz am Anfang war ich ein depressiver, suizidgefährdeter und todunglücklicher Jugendlicher, der keine Richtung im Leben und keine Ahnung hatte, wie er sein Leiden beenden kann (außer mit meinem Selbstmordversuch 2008).

Und kurz vor der Entscheidung, meine Berufung zum Beruf zu machen, war ich ein Physiotherapeut, der großen Wert auf ganzheitliche Behandlung gelegt hat, aber einsehen musste, dass die größte Hürde auf dem Weg der vollkommenen Heilung nicht nur die Qualität des Therapeuten, sondern der Patient selbst ist.

 

3. Warum machst Du das, was Du machst?

Ein Jahr, nachdem ich versucht habe, von der Klippe zu springen, stand ich wieder auf eben jener Klippe. Aber nicht, um zu springen, sondern einfach nur, um den unglaublich schönen Ausblick auf den roten Abendhimmel über Dresden zu genießen.

In diesem Moment ist mir klar geworden, wie sehr sich mein Leben in den letzten 12 Monaten verändert hat.

Gleichzeitig habe ich mir aber auch vor Augen führen müssen, dass ALLE anderen Bekannten von mir, die auch unter Depressionen litten, KEINE Ahnung hatten, wie sie ihr Leiden beenden und ihr Leben wieder in den Griff bekommen können.

In jenem Moment habe ich mir geschworen, später anderen Menschen beizubringen, wie auch sie das schaffen können. Wie sie ihre Depression überwinden, das Leiden in ihrem Leben identifizieren und es dann überwinden können. Und genau das tue ich jetzt.

 

4. Was ist für Dich Erfolg?

Puh, obwohl das wahrscheinlich eine ganz typische Frage ist, war ich darauf gerade überhaupt nicht vorbereitet…

Ich habe meinen Erfolg lange Zeit darüber definiert, wie ihn andere definieren. Wenn der Lehrer gesagt hat, Erfolg sei, wenn man gute Noten in der Schule hat, dann habe ich mich darüber definiert. Wenn der coolste Junge der Schule gesagt hat, dass man nur dann erfolgreich ist, wenn einem alle Mädels hinterherschauen, dann habe ich mich darüber definiert (und damals unheimlich mies dabei abgeschnitten).

Meine Definition von Erfolg hing immer von den Leuten ab, die mir gerade in jenem Moment Aufmerksamkeit und Zuwendung (= Liebe) geschenkt haben.

Heute ist es eher so, dass ich mich erfolgreich fühle, wenn ich auf mich selbst stolz sein kann.

Habe ich mein persönliches Bestes gegeben? Habe ich meine Handlungen an mir; meiner tiefsten Wahrheit, ausgerichtet? Habe ich etwas dazugelernt, was mich einen Schritt weiter gebracht hat, auch wenn dieser Schritt auf den ersten Blick noch so unbedeutend klein aussieht?

Wenn ich diese Fragen mit „Ja“ beantworten kann, dann fühle ich mich besonders erfolgreich.

 

5. Was waren Deine Stationen zum Erfolg?

Ich glaube, das lässt sich ganz gut in kurzen Stichpunkten zusammenfassen.

– Ich musste akzeptieren lernen, dass mir geholfen werden kann und es nicht immer so bleiben muss, wie es gerade ist.

– Ich musste akzeptieren lernen, dass mein Glück am Ende NUR in meiner eigenen Hand liegt. Antidepressiva, Freunde und Therapeuten sind immer nur eine Unterstützung auf dem Weg heraus aus der Depression, aber nie der alleinige Schlüssel zum Erfolg. Man muss selbst aktiv werden und sich Zeit für sich und seine Weiterentwicklung nehmen.

– Ich musste lernen, dass es okay ist, dass mich nicht jeder mag. Das war ein besonders schwieriger Schritt.

– Ich musste lernen, den Mund aufzumachen, wenn es für mich ein Problem gab. Alles nur herunterzuschlucken und zu hoffen, dass „ich schon irgendwie damit klar komme“ hat mich kaputt gemacht.

– Ich musste lernen, mir Zeit zu nehmen, neben dem Stress der Arbeit. Zeit zum Meditieren. Zum Spazierengehen. Zum Schreiben. Zum Anschauen von Vorträgen auf YouTube oder das Lesen von Artikeln zu einem Thema, das mich interessiert.

– Ich musste lernen, mir für meine Entwicklung Zeit zu geben und mich nicht ständig dafür zu verurteilen, wenn meine Veränderungen nicht immer gleich permanent sind und ich in alte Muster zurückfalle.

– Zwischendurch musste ich mir auch immer wieder eingestehen, dass ich nicht perfekt bin. Zwischen dem ganzen Lob und dem Erfolg meiner Arbeit ist es leicht, abzuheben und sich plötzlich über dieses äußere Feedback zu definieren. Da muss ich mich auch heute manchmal noch zusammenreißen. Das fällt mir aber immer leichter.

Das sind im Groben die Stationen, die mich hierher gebracht haben.

 

6. Was ist für Dich der Schlüssel zum Erfolg?

Ganz einfach: Lerne dich selbst kennen. Finde heraus, was deine Stärken und Schwächen sind, wo deine Frustpunkte liegen und was deine Träume und Wünsche sind.

Akzeptiere, dass du so, wie du jetzt gerade bist, völlig okay bist. Das heißt nicht, dass du immer so bleiben musst, aber es heißt, dass du dir keine darüber Gedanken machen musst, ob du die richtigen Voraussetzungen für dein vollkommen erfülltes und glückliches Leben hast oder nicht.

Die hast du nämlich. Immer. Auch, wenn es vielleicht andere Voraussetzungen sind, als bei anderen Menschen.

 

7. Wie sieht Dein Standard-Tagesablauf aus?

Ziemlich langweilig. Ich lasse mich langsam von sanfter Musik wecken, gehe auf den Balkon, atme ein paar Mal tief durch, mache ein wenig Yoga, sage meinem Spiegelbild, wie unglaublich toll und attraktiv es ist und danach geht’s in die Küche (Tee, Müsli und Obst).

Nachher beantworte ich erst einmal so viele Leser-eMails wie möglich. Ich weiß, dass die meisten Business-Coaches immer davon abraten, die eMails gleich am Anfang des Tages zu beantworten, aber es hilft mir in vielerlei Hinsicht.

Zum Einen gibt es mir ein gutes Gefühl, diese überwältigend große Zahl vor meinem Posteingang gleich am Anfang des Tages etwas zu senken und andererseits ist meine erste Tätigkeit am Arbeitstag nicht auf mich und meine Bedürfnisse gerichtet, sondern auf jemand anderen, der meine Hilfe braucht.

Das hilft mir, gleich am Anfang des Tages mein Herz für die wichtigen Dinge zu öffnen, anstatt mich nur in kalte, durchorganisierte Routinen zu stürzen. Das wiederum motiviert mich, auch den Rest des Tages bewusst zu leben und zu arbeiten.

Mittags nehme ich mir 20 Minuten Zeit zum Meditieren. Den Rest des Tages mache ich einfach das, was ansteht (zum Beispiel das Drehen von neuen YouTube-Videos oder die Entwicklung neuer Kurse) und/oder sich richtig anfühlt.

Abends schalte ich eine Stunde vor dem ins Bett Gehen alle Medien aus und lasse nur noch „Chill-Out-Radio Gaia“ laufen, während ich mich beim Abwasch in der Küche entspanne. Damit stelle ich sicher, dass ich wirklich entspannt bin und gedanklich abgeschalten habe, wenn ich einschlafen möchte.

 

8. Was empfiehlst Du anderen, um genauso erfolgreich zu werden wie Du?

Zuerst einmal: siehe meine Definition von „Erfolg“ im Punkt 4. Danach:

Nimm dir Zeit, in der du dich mit nichts ablenkst. Mach den PC und das Handy aus, gehe spazieren, setze dich auf die Couch und beobachte einmal, was für Gedanken und Gefühle in dir hochkommen.

Nur in der Stille erkennst, wer du wirklich bist. Ohne den Einfluss von anderen Menschen oder Medien.

Lerne zu akzeptieren, dass nur Du dein Leben in der Hand hast und nur Du für dein Glück verantwortlich bist. Jede Entscheidung, die du nicht triffst, ist trotzdem eine Entscheidung.

Aber bringt dich diese Entscheidung wirklich dahin, wo du hin möchtest oder behält sie dich nur dort, wo du eigentlich gar nicht sein möchtest?

 

9. Wenn Du eine Sache in der Welt verändern könntest, was wäre das?

Ich würde der Pharma- und Kosmetikindustrie ihren Einfluss nehmen, damit auch die sehr unbewusst lebende Masse der Menschen die Chance bekommt, ihre Probleme im Leben wirklich lösen zu lernen, anstatt sie nur mit Pillen und Cremes zu betäuben.

Außerdem sollten alle Menschen anfangen dürfen, ihr Glück im Leben über mehr zu definieren, als über ihr Äußeres und ihre Attraktivität aus den Augen anderer Menschen.

Zum jetzigen Zeitpunkt stemmen sich die oben genannten Industrien mit wirklich all ihren verfügbaren Mitteln dagegen, den Menschen diesen fundamentalen Einfluss auf ihr eigenes Lebensglück zu überlassen. Das sollte sich ändern.

 

10. Funktionieren deine Tipps denn überhaupt? Bekommst du manchmal Feedback von deinen depressiven Lesern?

Das ist immer die Hauptfrage, wenn ich erzählt habe, was ich mache.

Ich muss sagen, dass ich oft das Gefühl habe, überhaupt keine Ahnung zu haben, was ich hier eigentlich tue. Aber das Feedback meiner Kunden und Leser spricht zum Glück für sich.

Ich bekomme täglich mehrere eMails, in denen sich Leser bei mir überschwänglich für meine Newsletter und meine Programme bedanken. Vor allem mein kostenloser Audio-Kurs (den du hier bei der Anmeldung zum Newsletter bekommst) und das Soforthilfeprogramm bei depressiven Schüben kommen wahnsinnig gut an.

Immer wieder bekomme ich gesagt, dass ich mit einem Newsletter gerade genau das Thema angesprochen habe, das im Leben des Lesers gerade absolut präsent ist oder dass meine Artikel sehr viel Mut machen, den Kampf weiter aufzunehmen.

Besonders berührend finde ich diese eMails, in denen mir Leute schreiben, dass sie jetzt, nachdem sie zwischen 6 und 12 Monaten in meinem Newsletter sind, ihre Depression endgültig überwunden haben und keine Medikamente mehr brauchen.

Erst vor ein paar Wochen kam eine eMail von einer 36-jährigen Frau, die insgesamt über 10 Jahre ohne wirkliche Erfolge zwischen Psychotherapien und Kliniken hin- und hergewandert ist, mithilfe meiner Programme und Newsletter aber endlich gelernt hat, mit ihren depressiven Schüben richtig umzugehen, so dass es ihr jetzt schon viel besser geht.

Bei solchen Nachrichten laufen mir vor Stolz immer wieder die Tränen, weil ich aus meiner eigenen Depression noch sehr gut nachempfinden kann, was für einen riesengroßen Unterschied das im Leben macht. Ich hoffe jedenfalls, dass ich genau das noch bei vielen anderen Menschen erreichen kann.

Mein großes Ziel sind 1 Million Menschen, die ihre Depression durch meine Mithilfe endgültig überwunden haben und momentan bin ich auf einem guten Weg dahin.

 

Über den Interview-Partner:

Arne TempelArne Tempel hat es sich zum Ziel gesetzt, herauszufinden, wie wir Menschen unnötiges Leiden erschaffen und wie wir es beenden können. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Menschen mit Depressionen und Burnout auf ihrem Weg der Heilung zu unterstützen.

Dazu schreibt er auf www.nie-mehr-depressiv.de und auf seinem Blog www.echt-leben.com.

DANKE!

Hat dich dieser Beitrag weitergebracht? Wenn ja, dann schicke ihn an einen Freund, der ihn auch kennen sollte. Natürlich verneine ich auch nicht, wenn du mir als Dankeschön etwas von meiner aktuellen Amazon Wunschliste bestellen willst. Meine Adresse findest du im Impressum.

Außerdem biete ich hier mein Persönliches Coaching an und hier ein paar Produkte.

Werbung

NOCHMAL DANKE!

VIDEO DES MONATS: