Warum bin ich nicht diszipliniert?

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Viele Menschen wären gerne disziplinierter. Ich schließe mich da zugegebenermaßen nicht aus 🙂

Im folgenden findest Du 7 Gründe, warum Du nicht diszipliniert bist und einfach umzusetzende Strategien, wie Du Deine Disziplin steigern kannst.

1. Du bist nicht diszipliniert, weil Du keinen triftigen Grund dafür hast

Warum willst Du überhaupt diszipliniert sein? Was möchtest Du damit erreichen? Welches Ziel hast Du vor Augen?

Wenn Du nur diszipliniert sein möchtest, weil das eben gerade so Mode ist oder in der Gesellschaft hoch angesehen wird, dann wirst Du auch nur kurzfristig die Motivation haben, an Deiner Disziplin zu arbeiten.

Wenn Du aber einen starken, emotionalen Grund hast, wie zum Beispiel durch Gewichtsverlust Deinen Ex-Partner zurück gewinnen zu können oder Dein Business nach mehreren Wochen im Minus zurück in die schwarzen Zahlen zu bringen, dann ist Disziplin nicht Dein primäres Ziel, sondern lediglich ein Nebenprodukt, das aus dem motivierten Verfolgen Deines Ziels entsteht. Denn dann richtet sich Dein Fokus komplett auf das gewünschte Endresultat aus und Du hast kaum die Zeit, Dich mit anderen Dingen zu beschäftigen, die Deine Disziplin in Gefahr bringen könnten.

Ohne ein ansprechendes Ziel wirst Du keinen triftigen Grund haben, diszipliniert zu sein.

2. Du bist nicht diszipliniert, weil Du nicht glaubst, dass Du Erfolg haben wirst

Diszipliniert sein lohnt sich nur, wenn das Ergebnis Deiner Disziplin gewinnbringender ist, als das Resultat, das Du ohne Disziplin erhältst.

Dazu gehört zum Beispiel die Überzeugung, dass ein Verzicht im Moment sich langfristig auszahlt.

Anhand von Schokolade lässt sich das ganz gut erklären: Esse ich die Tafel, die ich mir täglich aus dem Schrank hole, jetzt oder verzichte ich von nun an darauf und habe dafür nach einem Monat 3kg weniger auf den Hüften?

In diesem Beispiel werde ich nur dann diszipliniert sein, wenn ich a) fest davon überzeugt bin, dass ich bei Verzicht 3kg abnehmen werde und ich b) mit dem neuen Gewicht auch das erreichen werde, was ich mir generell durch das Abnehmen erhoffe (mehr Ansehen, positivere Meinung von mir selbst, bessere Chancen beim anderen Geschlecht), denn das Pfunde verlieren selbst ist nicht der primäre Beweggrund.

Ist jedoch mein Glaube und meine Überzeugung von dem Vorteil des Verzichts schwach, so werde ich auch beim ersten Anblick der Tafel schwach werden!

Hilfreich ist es also hier die eigene Überzeugung zu stärken. Durch das Erfahren von Erfolgsgeschichten von anderen Menschen zum Beispiel.
Wenn ein guter Freund von seinen tollen Ergebnissen beim Abnehmen berichtet, dann wächst Dein Glaube, dass Du das auch schaffen kannst. Hast Du keinen solchen Bekannten, sind das Internet und speziell Youtube für Erfolgsgeschichten anderer Menschen hilfreich 🙂

3. Du bist nicht diszipliniert, weil Du den Vorteil von Disziplin noch nicht erfahren hast

Ganz einfach: Dir fehlen Referenzerlebnisse! Also Erlebnisse, bei denen Du am eigenen Leib erfahren hast, dass Disziplin sich auszahlt. Du wärst beispielsweise viel stärker motiviert, keine Schokolade zu essen, wenn Du es schon einmal vorher geschafft hättest, 3kg durch den Verzicht abzunehmen.

Hier gilt es also in gutem Glauben an ein positives Endresultat einfach einmal auszuprobieren und Referenzerlebnisse zu sammeln.

4. Du bist nicht diszipliniert, weil Deine eigenen Bedürfnisse unzureichend gestillt sind

Du hast gewisse Bedürfnisse, die jeder andere Mensch auch hat. Das Bedürfnis nach einem vollen Magen, nach Anerkennung oder Zuneigung zum Beispiel. Und jetzt stell Dir vor, dass jedes dieser Bedürfnisse einen Eimer darstellt, der entweder leer, halb oder ganz voll mit Wasser ist. Die Fülle des Eimers repräsentiert den aktuellen Erfüllungsgrad Deines Bedürfnisses.

Ist beispielsweise Dein Magen am knurren, ist es für Dich viel schwerer, einer Tafel Schokolade zu widerstehen, als in einem Zustand, in dem Du satt bist.

Wenn Du auf Deine Bedürfnisse hörst und sie immer ausreichend erfüllst, dann wird Dir diszipliniertes Verhalten im Allgemeinen leichter fallen.

5. Du bist nicht diszipliniert, weil Dein Disziplin-Muskel nicht stetig trainiert wird

Mentale Stärke ist wie körperliche Stärke. Sie möchte regelmäßig trainiert werden. Dazu gehört zum Beispiel Dinge nicht auf später aufzuschieben, sondern sie direkt zu erledigen. Das kann mit dem Rausbringen des Mülls anfangen und mit dem Erledigen der Steuererklärung enden. Ein ständiges Benutzen des mentalen Muskels hält ihn in Schwung!

6. Du bist nicht diszipliniert, weil Du Dir zu viel auf einmal zumutest

Deine Willenskraft ist nicht endlos verfügbar und muss regelmäßig regeneriert werden. Möchtest Du in vielen Lebensbereichen gleichzeitig disziplinierter sein, dann kostest Dich das richtig viel von Deiner Kraft.
Fokussiere Dich deshalb und fange mit einem Lebensbereich an, bis Du diesen gemeistert hast. Dann erst kommt der nächste.

7. Du bist nicht diszipliniert, weil Du nicht die Auslöser für Disziplinlosigkeit aus dem Weg räumst

Um auf das Schokoladenbeispiel zurückzukommen: zu dem Zeitpunkt, zu dem die leckere Nuss-Nougat-Schoki sich in Deinem Schrank befindet, ist ein Widerstehen 10 mal so schwer, als wenn sie sich 20 Minuten zu Fuss entfernt im Supermarkt befindet.

Deshalb: schaffe alles aus dem Weg und erschwere Dir den Zugang zu all jenen Dingen, die Deine Disziplinlosigkeit auslösen könnten.

Und sorge anstatt dessen dafür, dass Du so oft wie möglich an Deine Disziplin erinnert wirst. Zum Beispiel durch beschriftete Post-Its am Schrank „Heute keine Schokolade!“.
Am besten kombiniert mit einem emotionalen Grund: „…damit aus dem Waschbär- endlich mal ein Waschbrett-Bauch wird!“.

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Stärken Deiner Disziplin!

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