Warum Arbeit Liebe und Liebe Arbeit ist

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Früher hatte ich mich immer gefragt, warum ich Arbeit eigentlich verabscheute. Warum ich keine Lust hatte, 8-10 Stunden meines Tages zu opfern, um am Ende des Monats ein mickriges Gehalt auf mein Konto überwiesen zu bekommen. Ich sah keinen Sinn hinter meinem Tun und wäre viel lieber irgendwo in der Welt herumgereist, als mein Leben mit anstrengenden Tätigkeiten zu verbringen.

Eines Tages entdeckte ich aber durch Zufall ein Zitat von Khalil Gibran, einem berühmten Dichter.

Er schrieb:

„Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe“

Und als ich dieses Zitat las, verstand ich es erst nicht. Warum sollte Arbeit denn Liebe sein?!

Ich investierte aber trotzdem noch ein paar Minuten und lies mir dieses Zitat durch den Kopf gehen. Wie könnte er das nur gemeint haben?

Und dann begann ich Beispiele aus meinem Alltag zu suchen, wo diese Aussage definitiv zutraf.

Ein exzellenter Maler beispielsweise, der Wochen für ein Kunstwerk investiert. Er arbeitet hart, strengt sich an und am Ende seiner Arbeit ist etwas entstanden, dass Menschen mit Freude ansehen und bewundern. Ein Werk, das Ihnen ein gutes Gefühl gibt.

Und das Gleiche gilt auch für den Architekten, der einen Entwurf von einem Haus anfertigt, jede Ecke und jeden Winkel bis ins Detail auf Papier plant und dann erbauen lässt. Ein Haus, in das dann eine Familie einziehen kann, die sich darin sicher und geborgen fühlt.

Und ja, selbst der Müllmann, der früh morgens unseren Müll abholt, tut uns einen Gefallen, weil wir so nicht selbst unseren ganzen Dreck entsorgen müssen.

Die Intention von Arbeit ist also demnach etwas, das anderen entweder mehr Freude oder weniger Schmerz bereiten soll. Und wollen wir das nicht alle auch für unsere Geliebten? Dass sie mehr Freude im Leben empfinden und weniger Schmerz?

Mir ist klar geworden, dass Geld verdienen zwar extrem wichtig ist, aber alleine unsere persönliche Einstellung zum Thema Arbeit einen immens großen Unterschied auf die Qualität unseres Lebens machen kann.

Stelle Dir jemanden vor, der seine Arbeit bis auf den Tod verabscheut und überhaupt keine Lust hat, überhaupt irgendetwas für andere zu machen und stelle Dir dann jemanden vor, der über seine Arbeit total anders denkt. Jemand, der erkannt hat, dass Arbeit geschenkte Liebe ist und mit dieser Einstellung täglich an sein Werk geht.

Glaubst Du nicht auch, dass diese zwei Menschen komplett andere Arbeitsergebnisse hervorbringen werden?

Der eine erfüllt lediglich seine Pflicht, um zu überleben und liefert dementsprechend durchschnittliche Ergebnisse ab und der andere sieht in seiner Arbeit einen Sinn, einen tieferen Zweck und möchte, dass es allen anderen um ihn herum besser geht. Er investiert all seine Energie und all seine Zeit, damit das Gesamtwohl aller steigt.

Ich meine stelle Dir doch einfach mal eine Welt vor, in der jeder denkt, dass Arbeit etwas Gutes und Positives ist. Eine Welt, in der jeder morgens mit einem Sinn von Erfüllung zu seiner Arbeit geht und das Allerbeste aus sich heraus holt.

Wow, ich traue mich fast nicht, mir so eine Welt vorzustellen, denn so hätten wir wohl das Paradies auf Erden…

Aber kommen wir zurück zur Realität.

Ist ja alles schön und gut, aber Arbeit bleibt eben doch Arbeit. Arbeit ist anstrengend, Arbeit kostet Energie und Arbeit kostet Zeit.

Und so ist das auch mit der Liebe.

In der Vergangenheit habe ich mich immer gewundert, warum ich so wenig Liebe von meiner Umgebung erhalten hatte. Bis ich dann erkannte, dass ich selbst nie damit angefangen hatte, jemand anderem Liebe zu schenken.

Mir ist bewusst geworden, dass Liebe eine aktive Tätigkeit ist, keine passive. Wenn ich jemanden liebe, dann tue ich etwas für diese Person, damit sie sich entweder besser oder weniger schlecht fühlt. Ich schenke der Person mehr Freude oder weniger Schmerz.

Und im Idealfall erhalte ich dann auch die Liebe von dieser Person zurück. Erwarten kann ich das jedoch nie.

Die Idee, dass Liebe also tatsächlich mit Arbeit verbunden ist, ist also gar nicht so abwegig. Eine Massage geben oder eine Überraschungsparty vorbereiten kostet halt eben doch etwas!

Doch am meisten ist mir das aufgefallen, als ich angefangen habe, mir selbst mehr Liebe zu schenken. Eine Konsequenz daraus war es zum Beispiel, mich gesünder zu ernähren.

Es macht einfach einen großen Unterschied im Aufwand, ob ich mir ein tiefgekühltes Fertiggericht in der Mikrowelle warm mache, oder mir einen Salat zubereite, bei dem ich die Zutaten waschen und schneiden muss.

Es kostet eben einfach mehr Energie und Zeit.

Aber ich weiß inzwischen, dass sich diese zusätzliche Zeit und Energie lohnen und ein hervorragendes Investment sind.

Ich fühle mich seitdem frischer, vitaler und leichter. Und dieses Gefühl will ich einfach nicht mehr missen.

Interessant ist auch zu beobachten, dass dieser zusätzliche Aufwand am Anfang echt hart und unerträglich sein kann, er mit der Zeit aber immer leichter fällt.

Heute ist es für mich schon fast zu einem Automatismus geworden, mir aufwändigere Speisen zuzubereiten und ich mache es inzwischen auch richtig gerne, weil mir das Essen danach einfach so wahnsinnig gut schmeckt.

Mir mehr Liebe zu schenken und für mich mehr Arbeit zu investieren, hat sich also gelohnt. Nicht nur für mich, sondern auch für andere: weil es mir selbst besser geht, behandle ich andere auch besser.

Glaubst Du nicht auch, dass Du durch mehr Aufwand bessere Ergebnisse in Deinem Leben erzielen kannst? Dass Du durch eine andere Einstellung zum Thema Arbeit mehr Liebe schenken und auch erhalten kannst?

Probiere das doch einfach mal für Dich aus und lass mich wissen, was diese neue Sichtweise in Deinem Leben bewegt hat!

VIELEN DANK FÜR DEINE UNTERSTÜTZUNG!

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