Hast Du ein Qualitätsproblem oder ein Sicherheitsproblem?

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Probleme sind ein elementarer Bestandteil unseres Lebens. Wenn man es genau nimmt, sind wir tagtäglich, rund um die Uhr, von Problemen umgeben.

Man nehme zum Beispiel das Gewicht, wenn wir frustriert auf die Waage sehen, die seit Jahren fehlende Beziehung oder das leere Bankkonto.

Jeder einzelne Lebensbereich hält solche Probleme als Wachstumsmöglichkeiten für uns bereit. Doch sind wir immer auch fest dazu entschlossen, diese Probleme zu lösen?

Die Erfahrung aus meinem eigenen Leben zeigt mir, dass das nicht immer so ist. Auch ich schiebe Probleme teilweise jahrelang vor mir her.

Aber warum ist das so?

Das Interessante dabei ist ja, dass wir schon auf einer bewussten Ebene wahrnehmen, dass wir zum Beispiel zu übergewichtig, beziehungsunfähig oder verschwenderisch sind, aber trotzdem ändert sich nichts in unserem Leben!

Warum eigentlich nicht? Warum gehen wir all unsere Probleme nicht einfach an und lösen sie? Das wäre doch logisch, oder?!

Einer meiner Mentoren, der amerikanische Trainer und Unternehmer Anthony Robbins, unterscheidet zwei grundlegende Arten von Problemen:

1. Qualitätsprobleme und
2. Sicherheitsprobleme

Qualitätsprobleme sind echte Probleme und damit Wachstumsmöglichkeiten für unser Leben. Man könnte sie mit Abschlussprüfungen einer Schulklasse vergleichen. Wenn wir sie lösen, kommen wir in die nächste Klasse und erhalten damit neue Herausforderungen.

Ein Beispiel wäre das Überwinden der Angst vor dem allerersten Kuss. Oder das erfolgreiche Überstehen einer Beziehungskrise.

Sicherheitsprobleme dagegen sind keine echten Probleme. Sie sind vielmehr Vorwände, Qualitätsprobleme nicht lösen zu müssen und erfüllen vor allem einen Zweck: das Gefühl der Sicherheit beizubehalten.

Denk mal drüber nach: nehmen wir an, Du bist kurz davor, deinen allerersten Kuss zu haben und dieses wunderschöne Geschöpf sitzt genau neben Dir und Du schaust ihr tief und mit Liebe durchtränkt in die Augen.

Du zitterst vor Aufregung am ganzen Leib und wartest auf den perfekten Moment, um zum Kuss anzusetzen, aber dieser Moment kommt und kommt einfach nicht.

Stunden später sitzt Du mit Deinem besten Freund beim Mittagessen und Du erzählst, was vorgefallen ist.

Du berichtest, wie dieses wunderschöne Geschöpf neben Dir gesessen ist und Du aber nie den richtigen Moment gespürt hattest, um zum Kuss anzusetzen.

Und ich als Dein Freund würde dann sagen: BULLSHIT! Du machst Dir selbst was vor! Du versuchst auf logische Art und Weise zu rechtfertigen, warum Du sie nicht geküsst hast.

Eine logische Rechtfertigung als Ersatz für ein Gefühl, das Du gespürt hast: Du hattest nämlich einfach nur Schiss, dass der Kuss nicht erwidert werden würde und damit Angst vor einer Ablehnung!

Merke: Wir Menschen neigen dazu, logische Rechtfertigungen zu nennen, warum wir etwas so und so getan haben. Diese logischen Aussagen sind oft Ausweichmöglichkeiten, um nicht über unsere wahren Gefühle reden zu müssen.

Zum Beispiel: „Ich habe heute nicht den Müll rausgebracht, weil ich auf eine Klausur lernen musste“ heißt übersetzt „Obwohl ich mir jederzeit 3 Minuten Auszeit nehmen könnte, um den Müll rauszubringen, habe ich heute absolut keine Lust dazu gehabt“.

Vorwände und Ausreden sind also typische Sicherheitsprobleme, d.h. Probleme, die wir selbst kreieren, um uns vor dem Lösen von Qualitätsproblemen zu drücken.

Wir nutzen sie, um in Sicherheit bleiben zu können, denn das Lösen von Qualitätsproblemen erfordert oft Mut, Anstrengung und die Bereitschaft, ein Risiko einzugehen.

Wir drücken uns damit geschickt davor, unsere echten Probleme angehen und dauerhaft lösen zu müssen. Sicherheitsprobleme funktionieren so, dass wir ein kleines, unwichtiges Problem vorschieben, um unsere tiefsten Ängste nicht konfrontieren zu müssen.

Kannst Du Dich selbst an eine Situation in Deiner Vergangenheit erinnern, in der Du ein solches Sicherheitsproblem selbst kreiert hast, damit Du ein Qualitätsproblem nicht lösen musst?

Was hat Dich das Nichtlösen dieses Qualitätsproblems bisher gekostet?

Und wie wird Deine Zukunft aussehen, wenn Du dieses Qualitätsproblem niemals in den Griff bekommst?

Nimm Dir doch kurz die Zeit und schaue Dir für einen Moment Dein aktuell größtes Problem an. Frage Dich, was Du alles unbewusst unternimmst, um dieses Problem und die damit verbundene Angst nicht angehen zu müssen.

Deine Erkenntnis wird Wunder bewirken!

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