Warum tue ich nicht, was ich tun möchte?

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Du kennst das bestimmt. Diese Spaziergänge im Wald, bei denen Du plötzlich abseits vom Weg eine schöne Pflanze siehst. Eine Pflanze, die Du Dir liebend gerne näher anschauen würdest.

Aber Du tust es nicht.

Weil Du Angst hast, Deine Schuhe könnten beim Verlassen des Weges dreckig werden.

Ich selbst habe das gleiche Phänomen schon im Nachtclub erlebt. Ich sehe eine wunderschöne Frau und möchte sie ansprechen, um sie kennenzulernen.

Nicht, dass ich Angst davor hätte, meine Schuhe könnten dreckig werden, wenn ich mich ihr nähere.

Nein.

Ich habe in diesem Moment vielmehr die Angst, beim Anfangen eines Gesprächs von ihr ignoriert zu werden. Und so spreche ich sie am Ende, obwohl ich sie sehr gerne kennengelernt hätte, nicht an. Weil ich ziemlich Schiss hab.

Im Nachhinein ärgere ich mich dann über so eine verpasste Gelegenheit. Ich werde die Frau oder die Pflanze in der Regel nicht mehr so schnell wiedersehen.

Kennst Du das? Wie sieht es bei Dir aus? Warst Du schon in Situationen, bei denen Du Dich im Nachhinein gefragt hast, warum Du eigentlich nicht das getan hast, was Du eigentlich tun wolltest?

Hast Du zum Beispiel…

  • den besseren Job abgelehnt, weil er zu viel Verantwortung bedeuten würde?
  • auf die Rundreise in Asien verzichtet, weil Du Angst vor den Krankheiten hattest?
  • Deinen Traumpartner nicht nach einem Date gefragt, weil ein Nein Dich sehr verletzt hätte?

Dann verstehst Du, von was ich schreibe.

Aber weißt Du, was mir über die Jahre klar geworden ist?

Wenn ich eine Frau, die mir gefällt, anspreche, gibt es genau zwei Möglichkeiten: entweder sie möchte mich kennenlernen oder sie möchte es nicht. Hop oder Top. Erfolg oder kein Erfolg.

Wenn ich sie aber nicht anspreche… welche Möglichkeit gibt es dann? Nur die eine: kein Erfolg.

Also wenn ich zwischen 50% Chance auf Erfolg und 0% Chance auf Erfolg wählen kann, dann nehme ich doch die 50% Chance, oder?

Eben nicht. Wenn es nur so einfach wäre…

Denn mit Wahrscheinlichkeiten zu rechnen ist logisch. Logisch denken macht Dein rationaler Verstand.

Aber wenn Du vor einer wunderschönen Frau stehst, deren bezaubernder Anblick Dich für einen Moment auf Wolke 7 schweben lässt, dann ist Dein Verstand ausgeschalten. Du denkst dann nicht mehr logisch, sondern in diesem Moment übernimmt ein anderer Teil Deines Gehirns: das Reptilien-Gehirn.

Im Reptilien-Gehirn-Modus nimmst Du nur noch Emotionen wahr: Freude oder Schmerz. Kämpfen oder Wegrennen. Überleben oder Nichtüberleben. Und normalerweise handelst Du dann nach diesen Emotionen, dem Bauchgefühl.

Dass eine Ablehnung der Frau für mich in der heutigen Zeit keinen Tod bedeutet ist klar. Aber die Ablehnung eines weiblichen Sexualpartners hätte im Tierreich dazu geführt, dass das Männchen keine Nachkommen zeugen kann. Und das hätte dann zum Nichtüberleben der Gene des Männchens geführt.

Und da wir Menschen letztendlich auch nur Säugetiere sind,

haben wir, trotz modernster Kulturen und technisch hochwertigen Errungenschaften wie dem Tamagotchi, immer noch hartverdrahtete Mechanismen in unserem Kopf, die täglich unser Leben steuern, wenn wir uns dessen nicht bewusst sind.

Was kannst Du also tun, um beim nächsten Mal dann doch Deinen Traumpartner nach einem Date zu fragen, obwohl Du Dich nicht traust?

  • Werde Dir bewusst, dass das schreckliche Gefühl, das Du spürst, ein unnötiges Überbleibsel aus Deiner menschlichen Entwicklungsgeschichte ist
  • Selbst wenn Du Dich beim Gedanken an Dein gewünschtes Vorhaben nicht wohl fühlst, mach’s trotzdem! No risk, no fun!
  • Und sei Dir im Klaren, dass selbst erfahrene Schauspieler jedes Mal wieder aufs Neue Lampenfieber bekommen, wenn sie auf die Bühne gehen.

Das Gefühl von Angst ist selbst nach mehreren hundert Auftritten noch da. Sie gehen inzwischen nur anders mit ihrer Angst um.

→   Sie lassen sich trotz Angst nicht von dem abhalten, was sie lieben.

Ich wünsche Dir viel Spass dabei, Dein Reptilien-Gehirn zu erkennen und zu besiegen!

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