Warum fehlt mir Selbstvertrauen?

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Wenn ich im Internet nach dem Begriff Selbstvertrauen suche, dann finde ich auf der Seite Duden.de folgende Wortbedeutung: “jemandes Vertrauen in die eigenen Kräfte, Fähigkeiten“.

Gehe ich noch eine Ebene tiefer und frage mich, was genau mit Vertrauen gemeint ist, dann steht auf derselben Seite: „festes Überzeugtsein von der Verlässlichkeit, Zuverlässigkeit einer Person, Sache“.

Ok, und was genau kann ich mir jetzt unter Verlässlichkeit vorstellen? Hierzu finde ich auf Duden.de „das Verlässlichsein“, was mich nach ein paar Klicks zu „zuverlässig“ führt. Zuverlässig ist “mit großer Sicherheit zutreffend, richtig”.

Kombiniere ich jetzt die gesammelten Wortbedeutungen, kann ich folgern, dass ich zu dem Zeitpunkt Selbstvertrauen habe, zu dem ich mit festem Überzeugtsein und großer Sicherheit sagen kann, dass meine Kräfte und Fähigkeiten mich zum gewünschten Ergebnis bringen werden. Doch ob die Ergebnisse so eintreten, wie ich es mir wünsche, ist unsicher, denn sie liegen in der Zukunft.

Um einer Unsicherheit entgegenzuwirken, habe ich als Mensch ein Interesse daran, Erfahrungswerte zu sammeln, die mein Überzeugtsein in mich stärken. Als Kind oder Jugendlicher zum Beispiel kenne ich meine Kräfte und Fähigkeiten noch nicht und möchte mich erst in der Welt austesten.

Ich kritisiere gerne, dass unser heutiges Schulsystem Heranwachsenden in einer stark prägenden Lebensphase jedoch nur unzureichend die Möglichkeit bietet, sich selbst kennenzulernen und auszuprobieren.

Wie soll ein Kind herausfinden, welche Talente und Fähigkeiten in ihm verborgen sind, wenn es in der Schule und oft auch noch lange nach der Schule auf dem Stuhl mit DENKEN, anstatt HANDELN verbringt?

Wie soll ein Jugendlicher lernen, gezielt Risiken im Leben einzugehen, wenn das Aufregendste, was er je tun darf, ein Gang zur Tafel ist, um der Klasse etwas vorzurechnen?


“Only those who risk going too far can possibly find out how far they can go.” — T.S. Eliot


Als Baby lernen wir die Welt mit unseren Augen, unseren Ohren, unserer Nase und unseren Händen kennen. Wir probieren aus, sind neugierig, wollen das Leben im vollen Umfang erfahren. Wir lernen zu laufen, indem wir mehrere hundert Male hinfallen und wieder aufstehen.

  • Warum behalten wir dieses furchtlose Erfahren wollen der Welt nicht bei?
  • Warum lassen wir uns in der Schule und im Studium jahrelang mit Informationen voll pumpen, von denen wir nur einen Bruchteil für das Erreichen unserer persönlichen Ziele benötigen?
  • Was spricht denn tatsächlich gegen “Learning by doing”?

Selbstvertrauen kommt nicht von DENKEN, sondern von HANDELN und den daraus gemachten Erfahrungen.
Lass uns deshalb gemeinsam riskieren, ausprobieren und das Leben leben.


“Only those who dare to fail greatly can ever achieve greatly.”
— Robert F. Kennedy


VIELEN DANK FÜR DEINE UNTERSTÜTZUNG!

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