Wie kann ich meinen Einfluss steigern?

Dieser Artikel ist auch als Audio verfügbar:

→   Abonniere den Podcast gerne bei iTunes, Stitcher, oder TuneIn

Wenn ich den Begriff Einfluss lese, ruft das bei mir ein leicht negatives Gefühl hervor. Im ersten Moment assoziiere ich mit „beeinflussen“ etwas wie „manipulieren“ oder „für die eigenen Zwecke missbrauchen“. Aber den Begriff derart abzuwerten, würde seiner wahren Bedeutung nicht gerecht werden.

Was wäre, wenn Einfluss etwas ist, mit dem ich die Welt ein kleines Stückchen besser machen kann? Was wäre, wenn ich Menschen dazu beeinflussen könnte, aus ihrer Misere aufzuerstehen, sich neu auszurichten und damit anzufangen, ein Leben zu kreieren, das sie überaus glücklich macht und tief in ihrem Herzen erfüllt? Wäre es dann nicht im Sinne von allen, meine Fähigkeit, Einfluss zu haben, zu steigern?

Du bist hier genau richtig, wenn Du lernen möchtest…

  1. Warum Du das Verlangen danach hast, Deinen Einfluss zu steigern
  2. Was der Begriff Einfluss überhaupt bedeutet
  3. Und wie Du in Zukunft mehr Einfluss in Deinem Leben haben kannst

Warum möchtest Du überhaupt Deinen Einfluss steigern?

Du möchtest mehr Einfluss haben, weil Du Dein Ziel, was immer das auch für Dich ist, schneller erreichen möchtest. Und dazu benötigst Du die Unterstützung von anderen Menschen. Deswegen möchtest Du lernen, wie Du Menschen dazu bekommst, bei der Erreichung Deines Ziels mitzuwirken.

Was bedeutet der Begriff „Einfluss“?

Unter dem Begriff Einfluss verstehe ich die Fähigkeit zu besitzen, Dich selbst oder jemand anderen dazu zu bringen, am Erreichen Deines Ziels mitzuwirken.
Die Betonung liegt dabei auf „mitwirken“, denn tatsächlicher Einfluss heißt nicht, jemanden nur zum DENKEN, sondern auch zum HANDELN zu bewegen. Denn etwas zu denken, aber nicht danach zu handeln, hilft nicht, eine Vision, ein Ziel oder eine Idee in der Realität zu verwirklichen. Ganz deutlich wird dieses Prinzip, wenn Du denkst, Du solltest mal wieder den Müll rausbringen, der Müll sich davon aber nicht wirklich bewegt.
Also: tatsächlichen Einfluss hast Du nur dann, wenn Du Dich oder jemand anderen zum HANDELN bewegen kannst.

Wie kannst Du mehr Einfluss in Deinem Leben gewinnen?

Im Folgenden möchte ich auf vier Faktoren eingehen, die die Stärke Deines Einflusses beeinflussen:

Faktor 1: Dein Verständnis dafür, was Menschen bewegt

Bevor Du Dich fragst, was andere Menschen bewegt, frage Dich zu allererst einmal selbst, was Dich bewegt. Wann bist Du bereit, Dich in Gang zu setzen und Arbeit auf Dich zu nehmen? Wann ist Dein innerer Drang so stark, dass Du ins Handeln kommst?

Wenn Du den Artikel „Was lenkt unbewusst mein Leben“ gelesen hast, wirst Du bereits wissen, dass wir Menschen alle von Bedürfnissen angetrieben werden. Unsere Motivation ist dann am größten, wenn ein Bedürfnis besonders stark ist. Versetze Dich doch nur mal in die Lage eines ausgehungerten Wolfs, der seit Wochen kein frisches Fleisch mehr bekommen hat. Ist doch klar, dass dieser Wolf das erst beste Schäfchen, das ihm über den Weg läuft, mit Haut und Haaren verschlingen wird.

Wenn Du Menschen also in Gang setzen möchtest, dann werde Dir über deren Bedürfnisse klar. Was sind die Grundbedürfnisse eines jeden Menschen? Was bereitet den Menschen am meisten Schmerzen? Was bringt sie dazu, sich glücklich zu fühlen?

Denn erst, wenn Dir wirklich bewusst ist, was Menschen in ihrem Leben antreibt, wirst Du wahren Einfluss auf sie nehmen können.

Faktor 2: Das Vertrauen, das Dir andere entgegenbringen

Menschen folgen Menschen, denen sie vertrauen. In meinem Artikel „Wie entsteht Vertrauen“ bin ich bereits auf die Grundpfeiler von Vertrauen eingegangen: Liebe, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Beständigkeit. Erst wenn ich diese Grundpfeiler in den Augen eines Menschen erfülle, schaffe ich die notwendige Voraussetzung, dass mir dieser aufrichtig zuhört und sich gegebenenfalls von mir beeinflussen oder auch führen lässt.
Deswegen ist es Deine erste Aufgabe Vertrauen zu bekommen, bevor Du Einfluss nimmst.

Bei dieser Aufgabe hilft es definitiv, genau das selbst vorzuleben, was ich durch meinen Einfluss erreichen möchte. Wenn ich zum Beispiel heute davon predige, wie toll es doch ist, sich gesund zu ernähren, aber eine Woche später im McDonald’s entdeckt werde, wie ich einen saftigen Double-Cheeseburger mit fetttriefenden Fritten verdrücke, dann bin ich an dieser Stelle nicht kongruent. Meine Worte entsprechen nicht meinen Taten und das führt zu Vertrauensverlust.

Der meiner Meinung nach aber wichtigste Faktor, Vertrauen von einer anderen Person zu bekommen, ist es, Erfolge vorweisen zu können. Menschen folgen nicht nur Menschen, denen sie vertrauen, sondern vor allem denen, die erfolgreich sind. Denn Anhänger gehen automatisch davon aus, dass erfolgreiche Menschen auch in Zukunft erfolgreich sein werden. Und auch sie zum Erfolg führen können.
Beispielsweise wirst Du einem gestandenen Arzt, der schon mehrere Hundert erfolgreiche OPs hinter sich gebracht hat, eher das Skalpell in die Hand drücken, als einem blutjungen, hektisch zuckenden Medizinstudenten, der gerade sein Staatsexamen zu Ende gebracht hat, oder?!

Sorge also dafür, dass die Menschen, auf die Du Einfluss nehmen möchtest, die Möglichkeit haben, Deine persönlichen Erfolge sehen zu können. Noch effektiver ist es, zu zeigen, dass Du andere Menschen zum Erfolg gebracht hast und am effektivsten ist es, zu beweisen, dass Du genau solche Menschen erfolgreich gemacht hast, die den Personen besonders stark ähneln, auf die Du Einfluss nehmen willst. Hier greift dann die Denkweise beim Anhänger: „Na wenn der andere das schafft, dann schaffe ich das auch!“

Wenn Du also zum Beispiel Ernährungscoach bist und es Dein Job ist, Menschen beim Abnehmen zu helfen, dann zeige ihnen anhand von Fotos oder Videos, dass Du a) selbst einmal viel Gewicht auf die Waage gebracht und es herunter bekommen hast, also Dich in Deine Kunden hineinversetzen kannst und b) dass Du auch schon vielen andere Menschen dabei geholfen hast, ihr Idealgewicht zu erreichen.

Faktor 3: Die Fähigkeit, Deine Vision klar kommunizieren zu können

Hast Du schon mal rechts angehalten, um nach dem Weg zu fragen? Und dann, nachdem Dir die fremde Person den Weg erklärt hat, Dich genau so schlau wie vorher gefühlt? Das ist ein tolles Beispiel dafür, dass jemand seine Vision (also sein Bild vor Augen, wie Du zum Ziel findest) nicht klar kommunizieren konnte. Doch was bedeutet eigentlich klar kommunizieren?

Klar kommunizieren bedeutet, dass Du ein Bild, das Du vor Augen hast, so auf eine Person übertragen kannst, dass sie Dein Bild auch sehen kann. Menschen denken in Bildern.
Wenn ich jetzt zum Beispiel „schwarze Katze“ schreibe, dann taucht in dem Moment, in dem Du die Worte „schwarze“ und „Katze“ liest, ein Bild von einer schwarzen Katze vor Deinem inneren Auge auf. Und wenn ich „inspirierende Rede“ schreibe, dann hast Du ein kleines Problem, denn Dein inneres Auge schafft es nicht, sich ein Bild von einer inspirierenden Rede zu machen. Wie soll das denn aussehen?!
Hier benötigst Du also noch zusätzliche Rahmeninformationen, um Dir ein klares Bild von dieser Rede verschaffen zu können.

Zum Beispiel, indem Du Angaben zum Ort, zum Redner und zum Thema der Rede ergänzt:
Im Buch „A Return to Love“ von Marianne Williamson steht eine inspirierende Rede, die dazu ermutigt, uns von unserer eigenen Angst zu befreien.

Diese Rede wurde übrigens von Nelson Mandela in seiner Antrittsrede zum Präsidenten von Südafrika im Jahre 1994 zitiert. Und im Hollywood-Streifen „Coach Carter“ verfilmt. Den Ausschnitt davon findest Du jetzt hier unten. Meiner Meinung nach sehr sehenswert!

[youtube id=“ZYquDD8kDxI“ parameters=“autohide=1 autoplay=0 controls=1 hd=1 rel=0 showinfo=0 fs=1″]

Frage: Hatte diese Rede gerade einen Einfluss auf Dich?! 🙂

Ein weiteres Beispiel: wenn Du als Unternehmer Deinen Kunden anbietest, dass sie mit Deinem Produkt finanziell unabhängig werden können, dann ist das recht schwammig formuliert. Was bedeutet denn finanziell unabhängig überhaupt? 1.000€ im Monat? 5.000€ im Monat? Oder 10.000€? Jeder wird bei den Wörtchen „finanziell unabhängig“ seine ganz eigene Definition haben.

Deswegen ist es Deine Aufgabe als Anbieter, Dein Produkt und das Endergebnis, das damit erzielt werden kann, ganz klar zu formulieren. Zum Beispiel so:
„Mit meinem Produkt XYZ helfe ich Menschen, bei einer Einmalinvestition von 5600€ eine passive Einnahmequelle aufzubauen, die monatlich zwischen 300 und 500€ abwirft.“

Erkennst Du den Unterschied?

Wichtig: Beim Kommunizieren der Vision ist nicht nur das Zeichnen der Vision selbst wichtig, sondern auch das Aufzeigen der notwendigen Handlungsschritte, die durchgeführt werden müssen, um die Vision verwirklichen zu können. Also ein Plan, wie das Endziel erreicht werden kann. Das Aufzeigen der Handlungsschritte dient dazu, das große Ganze in kleine, machbare Zwischenetappen herunterzubrechen. Das gibt einen Weg vor, dem gefolgt werden kann und stärkt den Glauben an die Möglichkeit der Realisierung.

Faktor 4: Die Fähigkeit, Emotionen erzeugen zu können

Das Wort „Emotion“ stammt vom lateinischen „emovere“ und heisst auf deutsch so viel wie „herausbewegen“. Emotion hat also etwas mit Bewegung zu tun. Das wird in diesen Beispielen ganz deutlich: Wenn Du Hunger hast, wirst Du Dich in Gang setzen und für Essen sorgen. Und wenn Du Schmerzen hast, wirst Du nach einer Linderung Ausschau halten.

Emotionen sind der Antrieb in unserem Leben, denn sie sind es letztendlich, die uns dazu bringen, zu handeln. Dabei wird zwischen zwei Handlungsmotivationen unterschieden:

  1. Die Motivation, Schmerz, Leid und Unwohlsein zu verkleinern
  2. Die Motivation, Freude, Glück und Wohlbefinden zu vergrößern

Wenn Du einen Menschen dazu bringen möchtest, das zu tun, was Du mit Deinem Einfluss bezwecken möchtest, dann wirkt Deine Botschaft umso stärker, je mehr Emotionen Du einsetzt. Wenn Du beispielsweise einen Freund hast, der schon seit langem eine Freundin möchte, aber einfach keine Frauen anspricht, weil er Angst hat, abgelehnt zu werden, dann probiere einmal Folgendes, um ihn zu motivieren, über seine Ängste hinauszugehen:

1. Rufe ihm seine eigenen, tief in ihm schlummernden, seelischen Schmerz zurück ins Bewusstsein. Drücke fest in die vorhandene Wunde hinein:
Beschreibe, wie blöd es doch ist, jede Nacht allein im Bett zu liegen und ohne die Wärme und Zuneigung einer tollen Frau einzuschlafen. Erzähle davon, wie trist es ist, sein persönliches Glück nicht mit jemandem teilen zu können.

2. Mache ihm anschließend bewusst, was ihm doch alles entgeht und welches Glück und welche Freude eine Partnerschaft mit einer tollen Frau bieten kann:
Beschreibe, wie es ist, abends von der Arbeit nach Hause zu kommen und eine vor Freude strahlende Frau in der Türschwelle stehen zu haben, die ihn umarmt und küsst und etwas Leckeres zum Essen vorbereitet hat. Erzähle davon, wie es ist, sich mit der Frau der Träume zurück ins gemütliche Schlafzimmer zu ziehen und leidenschaftlich Liebe zu machen.

Die Vorfreude auf das, was vor ihm liegt und was für ihn am Ende dabei rausspringen kann, wenn er seine Ängste überwindet, wird ihm wieder neues Leben einhauchen und ihn zur Handlung motivieren.

Wichtig: Vergiss dabei nur nicht, dass Emotionen lediglich temporärer Natur sind. So schnell wie sie gekommen sind, vergehen sie auch wieder. Erfolgreiche Menschen sorgen deshalb regelmäßig dafür, sich das Endergebnis ihres Vorhabens immer und immer wieder zurück ins Bewusstsein zu rufen, um sich erneut zu motivieren.

Wenn Du jetzt direkt damit beginnen willst, Deinen Einfluss zu steigern, empfehle ich Dir folgende Handlungsschritte:

  1. Frage Dich, welcher der vier Faktoren sich in Deiner aktuellen Situation am stärksten zu fördern lohnt, um Deinen Einfluss zu vergrößern
  2. Fokussiere Dich nun ausschließlich auf diesen einen Faktor und führe die notwendigen Handlungsschritte durch, um ihn zu stärken
  3. Widme Dich, sobald Du mit der Stärkung des Faktors zufrieden bist, dem zweitwichtigsten Faktor, usw.

Ich wünsche Dir viel Spass beim Stärken Deines Einflusses!

VIELEN DANK FÜR DEINE UNTERSTÜTZUNG!

Werbung
Werbung

VIDEO DES MONATS: