Gastartikel von Carmen Hintermüller von selbstwertgefuehl-staerken.at

Was du täglich tun kannst, um dein Selbstwertgefühl immer mehr zu stärken und aufzubauen

Wenn du dich eher klein und minderwertig fühlst und oft das Gefühl hast, dass du nicht gesehen wirst, oder dich einfach nicht gut genug fühlst, dann hängt das immer mit deiner persönlichen Geschichte und nicht mit dir selbst zusammen. Die Ursache für diese unangenehmen Gefühle die du heute hast, liegt in deinen Erlebnissen, Erfahrungen, Begegnungen, aber niemals bei dir selbst. Du bist weder schlecht, weniger gut, noch weniger wert als alle anderen!

Das ist das erste was du dir ganz klar immer wieder sagen und bewusstmachen darfst.

Du bist gut, so wie du bist!

Mach dir das, indem du zum Beispiel einen ähnlichen Satz wie den folgenden verwendest, klar und deutlich bewusst.

„Auch wenn ich mich gerade noch klein, minderwertig und nicht gut genug fühle, weiß ich, dass ich genauso gut wie alle anderen bin und ich bin gleich-wertig.“

Wenn du dir diesen Satz laut und langsam sagst, leugnest du deine derzeitigen Gefühle nicht, das heißt, du verdrängst sie nicht, was nie gut ist, setzt aber gleichzeitig einen neuen Anker für das, wie du dich wirklich fühlen willst. Wiederhole ihn immer und immer wieder.

Jeder Mensch ist von Natur aus gut und wertvoll!

Denn überleg mal, … das ist jetzt Stoff für deinen Verstand, jedes Baby, welches auf die Welt kommt, ist gut, wunderbar, einzigartig und kennt noch kein sich minderwertig und klein fühlen, oder? Diese Gefühle entstehen erst durch die Erziehung deiner Eltern, deine Erlebnisse im Kindergarten, in der Schule, im Internat etc.  Also alles was dazwischen, also dem „als Baby auf die Welt kommen“ und Jetzt, deinem derzeitigen Befinden passiert ist, ist für diese Gefühle verantwortlich.

Du kannst dein Minderwertigkeitsgefühl schrittweise in ein starkes Selbstwertgefühl transformieren

Wichtig vorweg ist, dass du weißt, dass du immer die Wahl zwischen Opfer und Schöpfer hast.

Viele Menschen bleiben ein Leben lang in der Opferrolle stecken, sie geben ihren Eltern und deren Erziehung die Schuld dafür, dass sie so sind wie sie sind, doch Eltern tun immer ihr Bestes, so wie es ihnen aufgrund ihrer Erziehung eben möglich war und ist. Ich bin halt so, was soll ich bloß tun, heißt es dann, oder ich hatte eine schlechte Kindheit, da kann man nichts machen. Das ist Opferhaltung!

Nimm die Schöpferhaltung ein!

Daher auch, wenn du es jetzt gerade noch nicht fühlst, mach dir trotzdem bewusst, dass du so wie du bist, jetzt in diesem Moment gut bist. Du bist ein wunderbarer einzigartiger Mensch mit speziellen Gaben und Fähigkeiten und kannst an dir arbeiten, dass du deinen Wert von Tag zu Tag immer mehr fühlen wirst.

Wie kannst du nun von einem geringen Selbstwertgefühl Schritt für Schritt zu einem starken Selbstwertgefühl kommen?

Es kann nun sein, dass du konkrete Erinnerungen an Erlebnisse deiner Kindheit, Jugendzeit, Schulzeit etc. hast, die für dich sehr schmerzhaft waren, wo du dich damals schon traurig, schlecht oder kleiner gefühlt hast oder du kannst dich an keine konkreten Vorfälle und Situationen mehr erinnern und weißt heute einfach nichts mehr.

Was du tun kannst, wenn du eine konkrete Erinnerung an eine belastende Situation deiner Vergangenheit hast:

Zum Beispiel erinnerst du dich daran, wie du als Kind von deinen Mitschülern für deinen Sprachfehler, deine Fliegerohren, deine Größe etc. gehänselt worden bist. Oder deine Mutter hat dich nie von der Schule abgeholt, während die anderen immer abgeholt worden sind. Egal was es war, du weißt selbst, was für dich damals schlimm war. Das kann aus deiner jetzigen erwachsenen Sicht, jetzt eine Winzigkeit, eine Banalität sein, aber damals wie du jünger warst, war es einfach schlimm und hat dich sehr geprägt.

Du hast das Bild vielleicht noch klar vor dir und möglicherweise spürst du auch noch immer Schmerz, wenn du da rein gehst. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Situation noch emotional geladen für dich ist. Aber das kannst du ändern.

Du kannst nun folgendes tun, was sich in meiner Praxis mit Klienten sehr oft bewährt hat:

Nehmen wir das Beispiel mit der Mutter:

  1. Schließe deine Augen, atme nun einige Male tief ein und aus und dann gehst du in die Situation von damals und siehst dich als Kind, wie du da alleine stehst und nicht abgeholt wurdest. Du kannst schon ein bisschen vorher einsteigen und den Szenenverlauf sehen, so als wärst du in einem Kino. Du bist nun dort in der Vergangenheit und beobachtest die Situation. Spüre sie so intensiv wie möglich, rieche den Duft des Flieders, welcher dir noch in Erinnerung ist, höre die Stimmen deiner Mitschüler und die Geräusche der vorbeifahrenden Autos, vielleicht hast du damals gerade einen Apfel gegessen, dann schmecke ihn, erlebe die Situation noch einmal mit all deinen Sinnen. Nun bist du, als Erwachsener für dich als kleines Kind da. Jetzt hast du die Chance dir als kleinem Kind die Situation zu erklären, denn das! reicht oft aus, also zum Beispiel, weißt du jetzt als Erwachsener, dass deine Mutter alleinerziehend war und gar nicht die Möglichkeit hatte dich abzuholen, da sie ja in der Arbeit war und das erklärst du dir jetzt selbst sehr liebevoll, verständnisvoll, mit Geduld und kindgerecht. Meist ist es so dass, sich eine Lücke schließt in dir oder etwas sich voller anfühlt, oder das Bild nun anders aussieht. Du wirst es körperlich merken, wenn etwas in dir heilt. Es wird von meinen Klienten unterschiedlich beschrieben.
  2. Oder du änderst einfach die Vergangenheit, indem du wieder eintauchst wie in Punkt 1 beschrieben und die Situation veränderst, und zwar so veränderst, wie du es dir damals von Herzen her gewünscht hast. Das heißt, dein Gehirn kann nicht unterscheiden, ob etwas real stattgefunden hat, oder du es dir nur vorgestellt hast. Und das kannst du dir zunutze machen. Erlebe die Situation um. Immer und immer wieder, bis du in dir Erleichterung fühlst. Du merkst ebenso in dir, dass sich etwas verändert, denn das konstante mehrmalige Umerleben bringt dir Transformation. Manchmal ist es so, dass du dann gar nicht mehr sicher sagen kannst, wie es damals wirklich war oder es kann so sein, dass du zwar noch weißt, dass deine Mutter dich nicht abgeholt hat, aber durch das neue Bild, wo du dir vorgestellt hast, dass sie dich von der Schule abholt, welches du verankert hast, ist diese Erinnerung vollkommen neutral geworden. Du selbst hast die belastende Ladung herausgenommen.

Was du tun kannst, wenn du dich an keine belastenden Situationen von früher erinnerst?

Auch wenn du dich an nichts erinnerst, dein Unterbewusstsein hat alles abgespeichert und weiß ganz genau, wo noch nicht erlöste belastende Emotionen sitzen.

Das erste ist, dass du bewusst hinschaust, wenn die Gefühle in dir hochkommen.

Beobachte dich selbst und schau ganz genau hin, was mit dir passiert, wenn das Gefühl über dich kommt. Nimm es wahr und verdränge es nicht.

In welchen Situationen tritt das Minderwertigkeitsgefühl auf?

1. Frage dich selbst, wann du dich minderwertig fühlst, also in welchen Situationen tritt das Gefühl bei dir genau auf. Mach dir Notizen dazu, wenn du das möchtest. Ich empfehle es dir, denn so verstärkst du die Wirkung.

Was passiert genau, dass dieses Gefühl hochkommt oder ist es sowieso immer latent vorhanden?

Sind es Situationen immer mit einer bestimmten Situation, einer bestimmten Person, ist es ein bestimmter Ort, sind es gewisse Sätze, die jemand sagt, etc. Was ist es genau, was dich minderwertig fühlen lässt. Was triggert dieses Gefühl in dir hoch?

2. Spüre dann in dich hinein und fühle genau hin, wie und wo das Gefühl genau ist. Schreibe auch diese Gefühle auf. Wie und wo spürst du es in deinem Körper. Ist es Druck, ist es Enge, schnürt es dir die Kehle zu, was passiert genau, notiere es für dich.

Das ist wichtig, weil so lernst du dich und deinen Körper genauer kennen und es kann sein, dass dadurch, weil du dir selbst Raum gibst, plötzlich eine Erinnerung aufpoppt.

3. Du lässt das Gefühl also jetzt einmal zur Gänze zu, schaust es an und sagst dir gleichzeitig, ich weiß, dass ich wertvoll bin oder ich weiß, dass ich gut bin. Such dir einen Satz für dich aus, der sich für dich gut anfühlt.

Wiederhole den Satz, wenn du alleine bist laut, damit du dich hörst und wenn du nicht alleine bist und du kommst in eine Situation wo das Gefühl aufpoppt, wiederhole den Satz mental in deinen Gedanken. Indem du das Gefühl zulässt und dir aber gleichzeitig sagst, dass du wertvoll, gut oder in Ordnung bist, transformierst du das Gefühl, es wird schwächer und weniger oft und weniger intensiv auftreten.

4. Also nochmal wie in 3. du spürst das Gefühl und gleichzeitig wiederholst du den Satz, aber jetzt sprichst du den Satz direkt zu dem Gefühl, wie als Antwort darauf, oder so nach dem Motto, …du Gefühl bist zwar da, aber weißt du in Wirklichkeit ist es so, dass ich gut, wertvoll, stark etc. bin. Das ist besonders effektiv!

5. Wiederhole deinen Satz regelmäßig, auch wenn du dich gut fühlst. So änderst und programmierst du dich langsam aber sicher immer mehr und dein Selbstwertgefühl wird stärker und stärker.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren!

Deine Carmen Hintermüller

Danke für’s Lesen!

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