Warum bin ich in keiner Beziehung?

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Du hast keinen Partner? Und das auch schon länger? Länger als gewollt?

Keine Sorge. Du bist mit dem Alleinsein definitiv nicht alleine!

Viele Menschen fragen sich regelmäßig, warum es mit dem anderen Geschlecht einfach nicht klappen will. Sie verstehen nicht, warum die einen schier mühelos von einer Beziehung in die nächste übergehen und andere sehr, sehr, sehr lange auf einen neuen Partner warten müssen.

Es gibt für das Single-Dasein verschiedene Erklärungen, von denen ich im Folgenden vier mögliche herausgearbeitet habe:

1. Du bist Single, weil eine Partnerschaft gerade auch keinen Sinn ergibt

Stell Dir einmal die Frage, ob eine Beziehung in Deiner aktuellen Situation überhaupt Sinn ergibt.

  • Du bist mitten in einem Lebenswandel?
  • Du hast allerlei offene Baustellen, die noch bearbeitet werden müssen?
  • Du ziehst demnächst in eine neue Wohnung oder sogar in eine andere Stadt?
  • Du stellst gerade beruflich um oder machst Dich selbstständig?
  • Du bist im Moment sehr krank und benötigst Ruhe?

All das sind alles Situationen, in denen das Suchen eines Partners für eine langfristige Beziehung keinen Sinn ergibt.

Hier ist Geduld haben angesagt, denn erst wenn Du Deinen Lebenswandel vollständig abgeschlossen oder aus dem „Chaos“ wieder „Ordnung“ geschafft hast, wirst Du die nötige Zeit und Aufmerksamkeit zur Verfügung haben, um im Beziehungsbereich aktiv werden zu können. Denn dieser erfordert Zeit und Aufmerksamkeit!

Stell Dir außerdem die Frage, in welcher Lebensphase Du Dich aktuell befindest! In der Saat- oder in der Ernte-Phase?

Egal welchen Traum Du Dir erfüllen möchtest. Es wird immer eine Phase geben, in der Du zuerst einmal sähen darfst, was Du ernten möchtest.

Im Beziehungsbereich könnte das das regelmäßige Ausgehen bedeuten, um neue, potentielle Partner kennenlernen zu können und Kontakte zu knüpfen. Oder denkst Du, Dein Traumpartner wird an der Türe klingeln?!

Genauso gehört es zur „Aufbau“-Phase Deine Ansprechangst zu überwinden und offen auf potentielle Partner zuzugehen. Oder mehrere Dates mit diesen zu vereinbaren. Auch der Besuch eines Fitnessstudios und Sportvereins oder eines Flirtseminars kann dazu gehören.

All das sind Tätigkeiten der „Saat“-Phase, die der Ernte, also dem Schließen einer neuen Partnerschaft, vorausgehen.

In welcher Phase befindest Du Dich gerade?
Bist Du jetzt schon bereit, zu ernten?!

Betrachte Dein Single-Dasein als Chance

Als zusätzliche Möglichkeit kannst Du Dein Single-Dasein auch als Chance betrachten, Deine persönliche Unabhängigkeit von einem Partner zu stärken.

Es gibt zum Beispiel Menschen, die ihr Lebensglück oder ihren Lebenssinn ausschließlich in ihren Partnern sehen. Das setzt den Partner nicht nur gehörig unter Leistungsdruck, sondern ist auch für die liebende Person überhaupt nicht sinnvoll. Denn wenn Du Dein Lebensglück von einer anderen Person abhängig machst, dann würde das logischerweise auch Folgendes bedeuten:

→   Dass Du nicht glücklich sein kannst, wenn Dein Partner nicht in Deiner Nähe ist.

Und das wäre ziemlich viel Verantwortung, die Dein Partner dann zu tragen hätte, nicht wahr?!

Warum nutzt Du also nicht die Zeit, die Dir gegeben ist, und machst etwas Tolles aus Deinem Leben, das Du dann anschließend mit Deinem zukünftigen Partner gemeinsam genießen kannst?

  • Baue zum Beispiel eine zusätzliche Einnahmequelle auf
  • Spare für eine Weltreise zu zweit
  • Oder finde ein neues Hobby
  • Gib Deinem Leben einen höheren Sinn
  • Und nutze Die Zeit, um Deine Bedürfnisse besser kennenzulernen

2. Du bist Single, weil Du keinen potentiellen Partner für eine Partnerschaft anziehst

Hier gibt es zwei Möglichkeiten: entweder Du fühlst Dich tatsächlich nicht attraktiv oder Du fühlst Dich attraktiv und ziehst aber trotzdem keinen passenden Partner an.

2.1. Du fühlst Dich nicht attraktiv

Wenn Du Dich nicht attraktiv fühlst, dann lass uns doch einmal schauen, was Attraktivität überhaupt ist und wie Du sie steigern kannst.

Attraktivität ist laut duden.de die Anziehungskraft.

Je attraktiver Du bist, desto mehr Menschen fühlen sich von Dir angezogen.

Doch was macht diese Anziehungskraft überhaupt aus?

  • Ist es Dein wohlgeformter Körper?
  • Ist es Dein strahlendes Charisma?
  • Oder ist es die Art und Weise wie Du redest und handelst?

Ja! Ja! Ja! Ja! Alles richtig. Doch was haben all diese Eigenschaften gemeinsam?

Richtig! Sie fördern das Überleben!

Wir sind eben immer noch eine Spezies, die genau wie alle anderen ums Überleben kämpft. Zwar haben wir Menschen der westlichen Welt mittlerweile den Dreh raus, schaffen es genug Essen, Trinken und ein Dach über dem Kopf zu haben, aber es gibt immer noch große Unterschiede, was die Lebensqualität betrifft.

So fährt der eine Familienvater einen großen Van, hat eine Doppelhaushälfte zusammen mit seiner Frau gekauft und spielt am Wochenende mit seinen Arbeitskollegen Golf, während der andere zusammen mit seinen drei kleinen Kindern Rabatt-Bons von einer günstigen Supermarktkette ausschneidet, um am nächsten Tag ein ordentliches Frühstück auf den Tisch zu bringen.

Wenn Du Deine eigene Attraktivität erhöhen willst, dann arbeite an Deiner Fähigkeit, Bedürfnisse Deines potentiellen Partners stillen zu können. Jeder Mensch hat zwar die gleichen Grundbedürfnisse, jedoch sind diese bei jedem verschieden stark ausgeprägt.

Der eine möchte ein wenig mehr Aufmerksamkeit als der andere. Oder hat viel stärker das Bedürfnis nach Zuneigung. Und der andere benötigt mehr eine finanzielle Sicherheit, als einen Sixpack.

Je besser Du im Stande bist, die Bedürfnisse Deines potentiellen Partners zu stillen, desto höher sind auch Deine Chancen, eine Partnerschaft schließen zu können.

2.2. Du fühlst Dich attraktiv, ziehst aber keinen passenden Partner an

Wenn Du Dich schon attraktiv fühlst, aber trotzdem keinen passenden Partner für eine Partnerschaft findest, dann kannst Du zum einen Deine Suchstrategie überprüfen oder zum anderen Deine Maßstäbe näher anschauen, die Du an potentielle Partner legst.

  • Weißt Du überhaupt, nach was Du auf der Suche bist?
  • Wie soll Dein Traumpartner aussehen?
  • Welche Charaktereigenschaften soll er oder sie besitzen?
  • Welche Hobbies möchtest Du mit ihm/ihr teilen?

All das sind Fragen, die Deine Partnersuche vereinfachen können. Wenn Du erst einmal ein klares Bild davon hast, was Du eigentlich in einem Partner willst, dann kannst Du anhand dieser Erkenntnis weitere Schritte einleiten, die Dich näher an Dein Ziel bringen.

Du möchtest einen fitten Partner mit wohlgeformtem Körperbau?
Dann wirst Du so jemanden im Fitness-Studio antreffen!

Du möchtest einen naturverbundenen Partner, der am Wochenende stets auf Tour ist?
Dann schließe Dich einem Wanderverein oder Fahrradtouren an!

Je klarer das Bild Deines Traumpartners, desto einfacher ist es, ihn oder sie zu erkennen, wenn er oder sie vor Dir steht!

Betrachte außerdem Deine Maßstäbe, die Du an einen potentiellen Partner legst.

Durch Medien wie das Fernsehen, Kino, Werbung oder aber auch Magazine hat sich mittlerweile ein Bild in den Köpfen der Menschen gefestigt, wie ein Traumpartner oder eine Traumpartnerin aussieht, was er oder sie zu besitzen hat und welchen Lifestyle er oder sie lebt.

Da wir täglich mit solchen Bildern überflutet werden, kann das schnell dazu führen, dass unser Unterbewusstsein solche Informationen abspeichert und diese fortan als Standard, normal oder gewöhnlich ansieht.

Eine Frau mit perfekten Modelmaßen, von der es in der Realität auf 10.000 Frauen vielleicht eine einzige gibt, ist in den Köpfen der Männer dann plötzlich keine Seltenheit mehr und jeder Mann möchte eine Beziehung zu so einer Frau. Die Erwartung von Männern an Frauen steigt damit ins Unrealistische.

Deshalb überprüfe doch einmal, welche Maßstäbe Du an einen potentiellen Partner anlegst.

  • Sind diese Maßstäbe tatsächlich realistisch?
  • Kannst Du selbst diese Maßstäbe einhalten?
  • Was sind denn eigentlich Deine wahren Maßstäbe und nicht die, die Dir von der Gesellschaft aufgeschwätzt werden?

3. Du bist Single, weil Du keinen potentiellen Partner in einer Partnerschaft halten kannst

Du hast Dein Leben im Griff und eine Beziehung ergibt Sinn? Du ziehst regelmäßig potentielle Partner für eine Partnerschaft an, aber nach einer kurzen Zeit trennen sich eure Wege wieder?

Dann hast Du Schwierigkeiten, eine Partnerschaft aufrecht zu erhalten.

Das kann mit drei Gründen zusammenhängen:

  • Du denkst zwar, es handelt sich um einen passenden Partner, er oder sie ist es aber nicht
  • Du kannst ein attraktives Verhalten vorspielen, aber nicht über einen längeren Zeitraum halten
  • Du möchtest mit einer Beziehung Bedürfnisse stillen, die damit aber nicht zu stillen sind

3.1. Du denkst zwar, es handelt sich um einen passenden Partner, er oder sie ist es aber nicht

Es kann vorkommen, dass Du starke positive Gefühle für einen potentiellen Partner empfindest und diese Gefühle aber nicht richtig einordnest.

So kann es einem Mann beispielsweise leicht passieren, dass er eine Frau aufgrund ihres Aussehens sexuell anziehend empfindet, mit ihr aber persönlich überhaupt nicht auf einer Wellenlinie ist. In diesem Fall können die starken, sexuellen Gefühle beim Mann den Eindruck erwecken, eine passende Frau gefunden zu haben, wobei sie es in Wahrheit überhaupt nicht ist.

Was zieht Dich an Deinem Schwarm an? Und wie würdest Du Dein Gefühl für ihn oder sie einordnen?

3.2. Du kannst ein attraktives Verhalten vorspielen, aber nicht über einen längeren Zeitraum halten

Du hast gelernt, wie Du Deine Attraktivität steigern kannst, aber Deine gesteigerte Selbstliebe, Dein Selbstwertgefühl und Dein positives Selbstbild sind noch nicht fest in Deinem Unterbewusstsein verankert?

Dann wirst Du auf kurze Zeit zwar attraktiv handeln, d.h. etwas vorspielen können, dieses Verhalten aber nicht halten, weil es noch nicht zu Deinem Kern geworden ist.

Hier hilft nur weiterhin an Deiner Selbstliebe, Deinem Selbstwertgefühl und Deinem positiven Selbstbild zu arbeiten, bis Du ein attraktives Verhalten komplett verinnerlicht hast.

3.3. Du möchtest mit einer Beziehung Bedürfnisse stillen, die damit aber nicht zu stillen sind

Es gibt die Möglichkeit, dass Du versuchst, bestimmte Bedürfnisse mit einer Partnerschaft zu stillen, die sich damit aber gar nicht ausreichend stillen lassen.

So zum Beispiel das Bedürfnis nach Abwechslung. Eine Partnerschaft mit demselben Partner wird früher oder später zur Routine und wer das Bedürfnis hat, viele neue Erfahrungen mit vielen neuen Menschen zu machen, der wird sich bei einer festen Partnerschaft schnell schwer tun.

Bist Du also überhaupt der Typ für eine feste Beziehung?

Oder Du versuchst beispielsweise Dein Lebensglück oder Deinen Lebenssinn in einer Beziehung zu suchen und merkst kurze Zeit später, dass Dein Partner Dir dieses Lebensglück oder diesen Lebenssinn nicht vollständig bieten kann.

Und dann wendest Du Dich von der Person ab, weil Dein Bedürfnis nicht gestillt wird und Du deswegen glaubst, nicht den oder die Richtige gefunden zu haben.

  • Was erwartest Du also von einer Beziehung?
  • Sind Deine Erwartungen realistisch?
  • Können diese Erwartungen überhaupt erfüllt werden?

4. Du bist Single, weil Du Angst vor einer neuen Beziehung hast

Wenn es um Beziehungen geht, geht es auch immer um starke Emotionen.
Positive, wie negative.

Und so kann es natürlich sein, dass Du in Deiner Vergangenheit mehr schlechte, als gute Erfahrungen gemacht hast und jetzt Angst vor einer neuen Beziehung hast, weil Du nicht schon wieder verletzt werden willst.

Das kann dann so weit gehen, dass Du, obwohl Du zwar potentielle Partner kennenlernst, diese ohne ersichtlich logische Gründe abweist.

Hierbei handelt es sich um einen mentalen Sicherheitsmechanismus, der Dich vor weiteren emotionalen Verletzungen beschützen will (Du kennst sicherlich das Beispiel mit der heißen Herdplatte).

Das Blöde dabei ist allerdings, dass dieser Sicherheitsmechanismus sehr schnell anfängt, zu generalisieren und vorschnell urteilt.

Wenn Du aus drei Beziehungen drei schlechte Erfahrungen mitgenommen hast, dann muss das nicht automatisch bedeuten, dass die vierte auch schlecht wird, oder?!

Doch Dein Sicherheitsmechanismus ist inzwischen so eingestellt, dass er auch alle zukünftigen Aufeinandertreffen mit dem anderen Geschlecht vorzeitig abstempelt, um Dich „in Sicherheit“ zu bringen.

Was kannst Du also in so einem Fall tun?

Du kannst Dich zum Beispiel fragen, warum Dir immer die gleichen Situationen mit Beziehungen passieren.

Oder Du kannst Deine Denkweise verändern, was Beziehungen angeht und in Zukunft Beziehungen aus einer anderen Perspektive betrachten.

Wie wäre es zum Beispiel, die Meinung aufzugeben, dass es nur den Einen oder die Eine für Dich geben kann?
Was wäre, wenn es noch mehr Möglichkeiten an potentiellen Partnern für Dich geben würde?
Glaubst Du wirklich, dass bei knapp sieben Milliarden Menschen nur ein geeigneter Kandidat für Dich in Frage kommt?!

Und was wäre, wenn der eigentliche Sinn von Beziehungen darin bestehen würde, als Mensch persönlich zu wachsen und gewisse Lektionen dabei zu lernen? Könnte es dann nach dem Lernen der Lektionen nicht sein, dass eine Beziehung mit einem alten Partner zu Ende geht, um Raum für eine neue, bessere Beziehung mit neuen Lektionen zu schaffen?!

Ich wünsche Dir viel Spass dabei, dem Grund für Dein Beziehungsproblem auf die Spur zu kommen!

DANKE!

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NOCHMAL DANKE!

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