Gastartikel von Stefan Passvogel

Stefan Passvogel
Stefan Passvogel ist Gründer der Seite Xing Profil von Stefan Passvogel und bei ihm dreht sich alles um das Thema Hypnose.

Viel Spass beim Lesen seines Gastartikels!

Tickt das Gehirn erfolgreicher Menschen anders?

Es gibt Menschen, die in allen Lebensbereichen erfolgreich sind, sie arbeiten in ihrem Traumjob, sind mit ihrer Traumfrau verheiratet und erleben ihre Traumreisen. Und es gibt Menschen, die deutlicher weniger erfolgreich sind. Ich denke, die meisten von uns befinden sich irgendwo dazwischen, dort wo das Leben “ganz ok” ist.

Viel wurde darüber diskutiert, was die erfolgreichen Menschen anderes tun. Arbeiten sie härter? Sind sie intelligenter? Sind sie mehr von ihren Zielen begeistert? Geben sie sich nicht so einfach zufrieden? In diesem Blogartikel kriegst Du die Antwort der Gehirnforschung.

Seit zwanzig Jahren untersuchen Neurowissenschaftler das Gehirn von Menschen mit bildgebenden Verfahren. Unzählige Menschen wurden in Röhren geschoben und durch Scans sind viele der Funktionen des Gehirns entschlüsselt. Worin unterscheidet sich nun das Gehirn erfolgreicher Menschen von weniger erfolgreichen Menschen? Tatsächlich sind einige Bereiche stärker verdrahtet, wodurch erfolgreiche Menschen ihr Gehirn anders nutzen. Oder anders herum: Erfolgreiche Menschen nutzen ihr Gehirn anders und dadurch verändern sich diese Gehirnbereiche.

1. Die PSI-Theorie: Wie Motivation wirklich funktioniert

Unsere beiden Gehirnhälften sind für verschiedene Dinge zuständig. Vereinfacht gesagt ist die linke Hemisphäre dafür zuständig, Pläne zu schmieden, denn dort befindet sich das “Intentiongedächtnis”. Dort zerlegen wir Ziele in einzelne Schritte und planen ganz genau unseren Erfolgskurs.

Die rechte Hemisphäre arbeitet grundlegend verschieden. Dort befindet sich das sog. “Extensionsgedächtnis”. Es ist der Speicher aller Deiner biografischen Erinnerungen. Und es ist ein Parallelprozessor. Bei jedem einzelnen Rechenvorgang werden gleichzeitig alle Erfahrungen Deines Lebens aktiviert. Das Ergebnis dieser Rechenprozesse ist für eine vollständige Darstellung natürlich viel zu kompliziert, deswegen kriegen wir es als Gefühl ausgegeben.

Beispiel – Motiviert ins Fitnessstudio:
Du willst Dich motivieren, regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen. Du beginnst zu planen, sucht Dir ein Studio raus, legst ein Zeitplan fest. All das geschieht in der rechten Gehirnhälfte. Doch selbst ausgeplant ist dort noch kein Gefühl, ist dort noch keine Motivation!

Erst wenn Du in Deinem biografischen Erinnerungsspeicher in der rechte Hemisphäre nach motivierende Erlebnissen suchst, aktivierst Du Deine Emotionen. Jetzt bleibt nur noch der letzte Schritt, wie bringst Du den Plan mit den motivierenden Erlebnissen zusammen? Denn immer noch ist der Plan in der linken Hälfte und die Emotion in der Rechten.

Die Lösung: Beide Hemisphären verwenden
Sicher kennst Du Menschen die alle Probleme bis ins kleinste Detail zerlegen. Sie analysieren, planen und wissen eigentlich ganz genau, was zu tun wäre. Doch irgendwie kommen sie nicht ins Handeln… .Diese Gruppe von Menschen verwendet vorrangig ihre linke Gehirnhälfte.

Und dann gibt es Menschen, die den ganzen Tag begeistert von ihren Träume und Zielen erzählen. Sie scheinen gedanklich schon am Traumstrand zu stehen, ihre Traumfrau zu küssen oder ihr Traumauto zu fahren. Doch die Begeisterung scheint im Nichts zu verpuffen. Diese Gruppe von Menschen verwendet vorrangig ihre rechte Gehirnhälfte.

Weder nur die linke Gehirnhälfte, noch nur die rechte Gehirnhälfte, führen zur Lösung. Mit der rechten Hemisphäre können wir unsere Ziele “emotional aufladen”. Doch dann müssen wir diese “emotionale Ladung” auch in Handlung umsetzen. Und dazu brauchen wir die linke Hemisphäre. Ein Hin- und Herpendeln zwischen den guten Gefühlen, sein Ziel erreicht zu haben, und dem konkreten Planen von Schritten, ist die Lösung. Bei jeder Pendelbewegung lädst Du Dein Ziel mit Begeisterung auf. Und so kommst Du ganz von alleine ins Handeln! Ich empfehle ca. 6 Pendelbewegungen pro Minute.

ÜBUNG: Ein Ziel mit Motivation aufladen

Schritt 1: Nimm Dir eine Minute Zeit und denke über das Ziel nach. Was sind notwendige Schritte? Wie genau ist Dein Plan? Welchen Schwierigkeiten können auftreten? Wo kriegst Du Unterstützung?

Schritt 2: Nimm Dir nun eine Minute Zeit, um in ein Gefühl der Motivation zu gehen. Wir machen das hier nicht durch Denken, sondern durch die lebendige Vorstellung. Sehe Dich, wie Du Dein Ziel erreicht hast. Wo befindest Du Dich? Was hörst Du in dieser Situation? Was sagst oder denkst Du in dieser Situation? Versetze Dich voll und ganz in diese Situation und das Gefühl.

Schritt 3: Das ist der entscheidende Schritt. Nimm Dir eine Minute Zeit und pendel zwischen dem kognitiven Plan und der gefühlten Situation hin und her. Beginne vielleicht bei 6 “Pendelbewegungen” pro Minute. Das Pendel darf sich gerne hinten heraus beschleunigen.

Schritt 4: Der Test. Jetzt sollte sich die Motivation mit den Handlungschritten verbunden haben. Überprüfe dies, indem Du an Deinen Plan denkst und wahrnimmst, welches Gefühl in Dir auftaucht.

2. Selbsthypnose: Wie sich Hindernisse überwinden lassen

Was aber tun, wenn eine Blockade auftaucht? Wenn sich immer wieder dieselben, demotivierenden Gedanken einschleichen oder negative Gefühle Dich blockieren?

Hypnose hat zum Glück das Reich der “Mythen und Märchen” längst verlassen. Man ist dabei weder im willenlosen noch im bewusstlosen Zustand. Im Grunde werden nur gewisse Gehirnbereiche herunterreguliert und dadurch wird “anderes Denken” möglich. Dieses “andere Denken” erlaubt Blockaden zu umgehen und Gedanken zielgerichtet in die gewünschte Richtung zu lenken.

Was passiert konkret im Gehirn während einer hypnotischen Intervention? Die neuronale Aktivität in zwei Gehirnbereichen wird reduziert. Der eine Gehirnbereich beschäftigt sich mit der Frage, “ob das realistisch möglich ist”, der andere Gehirnbereich mit der Frage “passt das zu mir?”. Diese beiden Bereiche halten das Denken sozusagen im “bekannten Rahmen”. Man denkt über das nach, was man schon kennt und findet zu den Lösungen, die auch bisher funktioniert haben. Doch was, wenn die bekannten Lösungen nicht ausreichen?

Bei den meisten emotionalen Konflikten, Beziehungsproblemen oder komplexen Problemen ist der “Wachzustand” eher ungeeignet um eine Lösung zu finden. Hypnose ist hier der Zustand, der einem Zugriff auf all die unbewussten Prozesse gibt. Überspitzt gesagt besitzt Dein Gehirn zwei Bewusstseinszustände. Beide sind für verschiedene Aufgaben nützlich und die meisten Menschen verwenden ihr Leben lang nur den einen. Jeder kann für sich lernen in Selbsthypnose zu gehen und in Kontakt mit seinem Unbewussten zu treten.

Politiker, Spitzensportler und Manager, viele High Perfomer nutzen Hypnose. Wusstest Du z.B., dass der 1. FC Nürnberg von einem Hypnotiseur betreut wird? Eine Übung kann ich Dir leider auf die Schnelle nicht anbieten. Das wäre unverantwortlich, ist doch Hypnose eine Fertigkeit, die man in einem sicheren Umfeld über mehrere Wochen trainieren sollte.

Über den Interview-Partner:

Stefan Passvogel

Stefan Passvogel ist seit 2012 Hypnosecoach und Schauspieler und kombiniert erfolgreich beide Welten. Mit Hypnosystemischer Arbeit nach Milton H. Erickson werden innere Affekte und Konflikte gelöst und durch schauspielerische Arbeit die Veränderung in den Körper und die Persönlichkeit integriert.

Auf seiner Webseite Xing Profil von Stefan Passvogel bietet er Workshops zum Thema “Selbsthypnose” und “Gesprächshypnose” an.

Wenn Du mehr über Stefan und seine Arbeit erfahren willst, dann besuche ihn auf Xing Profil von Stefan Passvogel

Danke für’s Lesen!

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